Gewohnheiten

Eine Gewohnheit pro Monat

Seit Januar versuche ich, ein bis zwei Gewohnheiten im Monat zu ändern. Das ist nämlich eine Anzahl, die voll machbar ist und man wird ohne große Anstrengung ein besserer Mensch. Win-Win Situation würd ich sagen.

Gewohnheiten sind kleine Dinge, die bei uns im Autopilot funktionieren. Autofahren zum Beispiel. Oder morgens als erstes das Handy in die Hand nehmen. Viele Gewohnheiten sind super und nehmen uns jeden Tag sehr viel Denken ab. Meistens bemerken wir sie nicht einmal (wie Kupplung treten beim Bremsen). Andere Gewohnheiten sind ein wahrer Pain, gehen einem auf die Nerven und man möchte sie gerne ändern, aber das ist eben schwer und man verfällt leicht in alte Muster und ich kenne das alles viel zu gut!

Monats-Habits

Ich habe im Januar angefangen, ein Bullet-Journal zu führen weil das total fancy ist und ich auf Instagram gesehen habe, dass alle coolen Kids das jetzt so machen. Nee, in Wahrheit habe ich es angefangen weil ich so alle meine Aufgaben kategorisieren kann und nach ihrem Abarbeiten einen Erfolg sehe. Ich kann besser priorisieren und bemerke, wenn ich etwas 5 Wochen vor mir herschiebe.

Seit ich das Bullet-Journal führe, habe ich mir kleine Monats-Habits gesteckt, die ich gerne ändern möchte. Das sind echt superkleine Dinge in meinem Alltag wie zum Beispiel:

  • Abends ist die Küche sauber (Januar)
  • kein Alkohol (Januar)
  • vor 7:00 Uhr aufstehen (Januar)
  • morgens räume ich die Klamotten vom Vortag ordentlich weg (Februar)
  • um 7:00 Uhr aufstehen (Februar)
  • kein Fleisch essen (Februar)
  • um 5:00 Uhr aufstehen (April)
  • täglich meditieren (April)
  • kein Instagram nutzen (April)

Im März habe ich ausgesetzt weil ich 3 Wochen im Urlaub war. Da ist der Alltag eh anders. Zum Teil sind diese Gewohnheiten leicht umsetzbar. Abends die Küche sauber zu haben ist zum Beispiel ein Habit, den ich echt liebe weil ich es mag, in eine saubere Küche zu kommen. Meditieren habe ich jetzt zum zweiten Mal auf der Liste weil ich es im Januar noch nicht einmal einen Tag geschafft habe (bislang im April übrigens auch nicht). Vor 7:00 Uhr aufstehen war extrem schwer, deshalb habe ich die Zeit auf 7:00 Uhr gesetzt, was wiederum einfacher war. Den 5:00 Uhr Habit muss ich im Mai nochmal mit reinnehmen weil ich schon am zweiten Tag geschwächelt habe und seit dem dritten Tag krank bin und da stehe ich bestimmt nicht so früh auf.

All diese Gewohnheiten tracke ich jeden Tag in meinem BuJo (so sagen das die coolen Kids). Daneben habe ich mir noch die große Aufgabe gesetzt, jeden Tag das Beste des Tages zu notieren. Oft genug sehe ich das nämlich gar nicht oder vergesse es einfach. Die Liste führe ich übrigens nur für mich. Da stehen sehr oft ziemlich banale Dinge drauf (z.B. ganzen Abend Netflix geschaut), kleine persönliche Erfolge (z.B. Fortschritte beim Bouldern) und Dinge, die mich zum Lächeln gebracht haben (z.B. „Welcome to Yosemite“).

Wie lege ich fest, was ich ändern will?

Ich möchte grundsätzlich Dinge an mir ändern, die mich stören oder die mir gut tun und zu kurz kommen. In die Kategorie „stören“ fällt alles mit Putzen und Aufräumen. In die Kategorie „gut tun“ alles, wo ich irgendwann mal gemerkt habe, dass es mir besser geht, wenn ich XY getan habe und das gerne bestärken möchte. Manchmal bekomme ich Input von Außen, zum Beispiel aus den Videos von Matt D’Avella, die ich regelmäßig wegsuchte. Meist fallen mir übrigens sehr schnell Dinge ein, die ich als Habits etablieren möchte.

Aussichten

Im Mai habe ich mir vorgenommen, jeden Tag zu schreiben um einfach ans Schreiben zu kommen und da eine gewisse Routine reinzubringen. Außerdem möchte ich jeden Tag mindestens 5 Minuten Flexibility Übungen machen um meinen Körper geschmeidig zu halten (hilfreich beim Bouldern und bestimmt auch beim Nordkalottleden). Ich werde mir außerdem in näherer Zukunft (nicht im Mai) vornehmen, den Stuhl ordentlich zu halten. Der steht nämlich neben dem Bett und ich habe wegen ihm oft das Gefühl, das Schlafzimmer sei total chaotisch obwohl das nicht stimmt.

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